Feuerwehr Honerdingen blickt auf ein bewegtes Jahr 2025 zurück
Am Samstag, den 14. Februar 2026, zog die Feuerwehr Honerdingen Bilanz über das Jahr 2025. Ein besonderer Moment der Jahreshauptversammlung war sicherlich der Abschied von Mirko Kruse im Amt als stellvertretender Ortsbrandmeister nach 15 Jahren engagierter und prägender Arbeit.
Mit 49 Einsätzen und mehr als 1.600 Einsatzstunden war das Jahr 2025, für die 51 aktiven Mitglieder – darunter 21 Frauen – erneut arbeitsreich. Die Einsätze gliederten sich in 23 Brandeinsätze, 14 technische Hilfeleistungen sowie 12 Fehlalarme, wie zum Beispiel ausgelöste Brandmeldeanlagen ohne Feststellung. Darunter befanden sich auch mehrere Großbrände in benachbarten Zuständigkeitsbereichen. Traditionell durfte auch die „Kruse-Übung“, die seit fast 40 Jahren fester Bestandteil des Dienstplanes ist, nicht fehlen.
Neben den Einsätzen prägten zahlreiche Ausbildungsdienste, Übungen und Sonderaufgaben das Jahr. So wurden unter anderem mehr als 130 Unterflurhydranten überprüft und winterfest gemacht. Insgesamt leisteten die Ehrenamtlichen 8.624 Stunden an unterschiedlicher Arbeit. Ortsbrandmeister Stefan Warnecke ordnete diese Zahl eindrucksvoll ein: Rein rechnerisch entspreche dies nahezu fünf Vollzeitkräften über ein ganzes Jahr hinweg. Viele weitere Stunden, etwa in der Arbeit des Sicherheitsbeauftragten, Schriftführung, Kassenverwaltung oder Verpflegung, seien dabei noch gar nicht erfasst und bringt vermutlich noch eine vierstellige Stundenzahl zusammen. Auch bei den Wettbewerben war die Feuerwehr erfolgreich: Die Wettbewerbsgruppe erreichte beim Stadtwettbewerb in Vethem den zweiten Platz und sicherte sich bei den Kreismeisterschaften den ersten Platz. Beim Landesentscheid in Assel wurde ein guter zwölfter Platz erzielt. Im September 2026 tritt die Gruppe erneut beim Landesentscheid, in Bodenwerder, an.
Die Jugendfeuerwehr konnte ebenfalls beeindruckende Erfolge verbuchen. Bei den Kreiswettbewerben belegten die drei Honerdinger Gruppen geschlossen die Plätze eins bis drei. Beim Kreiszeltlager in Stöcken erhielten neun Jugendliche die Leistungsspange – die höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr. Die Kinderfeuerwehr führte 21 Dienste durch, acht Kinder wurden mit dem „Brandfloh“ ausgezeichnet. Auch die Alters- und Ehrenabteilung zeigte sich aktiv: Neben traditionellen Veranstaltungen wie dem gemeinsamen Grünkohlessen und einer Fahrradtour nach Krelingen standen auch fachliche Weiterbildungen auf dem Programm, unter anderem im Hinblick auf die neue Feuerwehrverordnung und Änderungen bei Dienstgraden, aber auch ein Dienst mit dem TLF 4000 wurde durchgeführt.
Im Rahmen der Versammlung wurden zahlreiche Kameradinnen und Kameraden für ihr Engagement gewürdigt und in neue Dienstgrade befördert. Markus Bublak erhielt eine Auszeichnung für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Sabrina Müller wurde zur Oberfeuerwehrfrau und Patrick Höfer zum Oberfeuerwehrmann befördert. Matti Schlüter trägt künftig den Dienstgrad Hauptfeuerwehrmann. Miriam Eggerichs und Annika Höfer wurden zur ersten Hauptfeuerwehrfrau befördert. Melanie Kruse Schönherr, Tobias Seifert und Jannes Hubert erhielten den Dienstgrad Löschmeister beziehungsweise Löschmeisterin. Frank Bergmann wurde zum Oberlöschmeister befördert, Sven Grote zum Hauptlöschmeister.
In ihren Grußworten brachten die anwesenden Gäste ihre große Anerkennung für die geleistete Arbeit zum Ausdruck. Ortsvorsteher Cord Bergmann hob besonders das außergewöhnliche Stundenvolumen hervor, das in seiner Dimension einem leistungsstarken Unternehmen gleiche. Der Erste Stadtrat Andre Reutzel betonte, dass der Bereich Feuerwehr aktuell zu den wichtigsten Investitionsschwerpunkten der Stadt gehöre und bedankte sich für die jahrelange, gute Zusammenarbeit. Kreisbrandmeister Matthias Meyer würdigte die kontinuierlich hohe Qualität der Arbeit – von der Kinder- und Jugendfeuerwehr bis hin zur Einsatzabteilung – trotz steigender Anforderungen und Einsatzzahlen. Auch der stellvertretende Stadtbrandmeister Julian Reinsberg unterstrich die Bedeutung der Nachwuchsarbeit und bezeichnete die Kinder- und Jugendfeuerwehr als tragendes Fundament für die Zukunft der Feuerwehr.
Emotional wurde es zum Abschluss der Versammlung: Nach 15 Jahren im Amt verabschiedete sich Mirko Kruse als stellvertretender Ortsbrandmeister. Ortsbrandmeister Stefan Warnecke ließ die gemeinsamen Jahre noch einmal, mit einem lachenden und einem weinenden Auge, Revue passieren und würdigte Kruses vielseitiges Engagement – unter anderem als Gruppenführer der Wettbewerbsgruppe, mit der sogar ein Landesmeistertitel errungen wurde. Das Amt übernimmt künftig Markus Bublak. Der Feuerwehr bleibt Mirko Kruse jedoch weiterhin – insbesondere in der Wettbewerbsgruppe – treu.
Text und Bild: Sina Potratz (Stellv. Stadtfeuerwehrpressesprecher Walsrode)